Lachen ist ein Lebensmotto

27. November 2020

Dieses Bild entstand schon vor einigen Jahren. Ich fertigte Buchstabenschablonen, holte die Spachtel raus und experentierte mit den Farben, die meine Finger intuitiv als erstes aus der großen Kiste rausfischten. Witzigerweise arbeite ich entgegen der Vorstellungen Mancher fast nie mit einem Plan, sondern habe allenfalls ein, zwei Wunschfarben vor Augen und fange dann einfach an. Während des Arbeitens entstehen dann wie von selbst meine Werke. Sie sind intuitiv und kommen aus meinem Herzen. In diesem Fall gab es aber einen klitzekleinen Plan: Ich wollte das Wort "Lachen" auf die Leinwand bringen. Weil es mir so unendlich viel bedeutet. Lachen erzeugt Gegenlachen. Lacht mich jemand an, muss ich zurücklachen oder wenigstens lächeln. Lachen hat mich auch in schwierigen Lebenssituationen davor bewahrt, den Kopf in den Sand zu stecken - auch als die Lage vermeintlich aussichtslos war.

 

Als ich in der heutigen Mittagspause durch die Stadt lief, strömten die Menschen hektisch an mir vorbei. Klar, es ist Black Friday. Alle wollten schnell noch etwas erhaschen. Wie jedes Jahr könnte man meinen. Doch dieses Mal wirkte es unheimlich. Die Menschen trugen Masken. In ihren Augen - wenn sie sie nicht sofort von mir abwandten - war Panik zu lesen. Ab Dienstag sind weitere Einschränkungen vorgesehen, insbesondere wird die Personenanzahl in den Läden noch einmal deutlich begrenzt. Die Menschen verhielten sich heute als würden sie danach nicht mehr einkaufen gehen können. Ich wollte sie einlächeln, ihnen sagen, dass die Situation zwar beängstigend ist, auch ich mir Sorgen mache, aber dass ich positiv bleibe und hoffe, dass alles bald wieder gut ist. Ich weiß, einige würden sicher zurücklächeln. Aber dann fiel mir ein, dass auch ich eine Maske trug und sie es nicht sehen würden.

 

Und deshalb sende ich mit dem heutigen, ersten Blogbeitrag ein

Lachen in die Welt.

Bleiben Sie gesund und vor allem zuversichtlich.

Es wird.

Ganz sicher!